Woran liegt es eigentlich, wenn Männer schon in jüngeren Jahren an Erektionsstörungen leiden? Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Belastend ist es allemal, vor allem, wenn ein Kinderwunsch besteht. In jedem Fall ist es wichtig, Druck und Stress zu vermeiden. Ist der Wunsch nach einer Schwangerschaft übermächtig, kann genau dieser Druck das bewirken, dass es nicht „klappt“ und der Mann keine Erektion bekommt. 

Erektionsstörungen – der Ursprung liegt häufig im Kopf

Gerade in jungen Jahren liegt eine Erektionsstörungen eher weniger an körperlichen Gründen oder Krankheiten, sondern hat vielmehr einen seelischen Ursprung. Dennoch weiß man heute, dass bis zu 90% aller Erektionsstörungen einen organischen Ursprung haben, was aber auch daran liegt, dass ab einem Alter von 60 Erektionsstörungen immer häufiger werden. Und in dem Fall sind dann eben meistens körperliche Gründe mit im Spiel.

Psychische Ursachen für Erektionsstörungen

Die Störung beginnt also tatsächlich oft im Kopf. Männer esetzen sich unter Druck oder aber, mindestens genauso schlimm: sie werden von ihrer Partnerin unter Druck gesetzt. Es können aber auch Versagensängste mit im Spiel sein, sexuelle Hemmungen, Konflikte mit der Partnerin, Angst vor einer Schwangerschaft der Frau oder sexuelle Abweichungen oder Phobien. Die Liste, woran es also genau liegen könnte, ist lang. 

Gerade in jungen Jahren spielen auch andere Sorgen eine Rolle.

  • Ist die Erektion ausreichend hart?
  • Bringe ich meine Partnerin zum Orgasmus?
  • Bekomme ich einen Orgasmus?
  • Findet mich meine Partnerin anziehend?
  • Ist mein Penis groß genug?
  • Werde ich zu früh kommen?

Depressionen als Grund für Erektionsstörungen

Nicht selten sind sogar Depressionen im Spiel. Man kann zwar nicht sagen, dass Männer mit Erektionsstörungen immer Depressionen haben, aber umgekehrt ist es tatsächlich in 90% aller Fälle so. Wer also unter Depressionen leidet, hat in denen meisten Fällen auch Erektionsprobleme.

Und wer Erektionsstörungen hat, der hat ein 3-mal höheres Risiko, Depressionen zu bekommen. Dass das eine das andere bedingt, scheint also ganz offentlichlich zu sein.  

Werden Antidepressiva verschrieben, können diese wiederum Erektionsstörungen nach sich ziehen. 

Stress im Job oder Studium

Natürlich kann auch ganz klassisch der Stress im Job oder im Studium für Erektionsstörungen verantwortlich sein. Der Kopf ist nichtmehr frei, hinzu kommt, gerade wenn Kinderwunsch besteht, die Angst, später die Familie nicht richtig versorgen zu können. Stress generell wirkt sich negativ auf die Erektionsfähigkeit aus. 

Pornographie als Stressfaktor?

Es gibt sogar, so fanden Studien heraus, einen Zusammenhang zwischen dem Anschauen von Pornos und sexueller Versagensangst. Warum das so ist, liegt auf der Hand. Pornostars geben im Film vor, stundenlang „zu können“. Mit dem echten Leben hat das meistens nicht viel zu tun. In Folge dessen wird der Mann unter Stress und Druck gesetzt, weil er sich möglicherweise mit den Pornodarstellern vergleicht. Der nämlich ist in der Lage, seine Partnerin stundenlang zu beglücken. Das kann wiederum den Mann unter Leistungsdruck setzen und Versagensängste auslösen. 

Den Teufelskreis durchbrechen

Kein Mann gesteht es sich gerne ein, dass er an Erektionsstörungen leidet. Ist ein Kinderwunsch vorhanden, macht dies den Druck meistens noch größer. Wer unter einer erektilen Dysfunktion, wie es medizinisch heißt, leidet, sollte unbedingt einen Arzt konsultieren, auch wenn das oftmals sehr schwer fällt. Nur er kann die genaue Ursache dafür herausfinden und dann auch eine Behandlungsmöglichkeit in die Wege leiten. 

Manchmal ist eine Psychotherapie hilfreich, oftmals zeigt auch ein Coaching Erfolg. 

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